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3 ADAMAH-Lieferanten im Portrait

Was machte der Einkaufsverantwortliche am Biohof ADAMAH in seinem Sommerurlaub? Er besuchte einige Lieferanten - per Fahrrad mit Kind im Anhänger.
Ein Bericht von Markus Alena-Niemann

Besuch beim Apfelbauern

Erste Station war Familie Schifter im verschlafenen Rafing im Pulkautal. Das ist in der Retzer Gegend, hart an der Grenze zum Waldviertel. Hier haben bereits die Eltern von Franz Schifter im Jahr 1987 auf die biologische Wirtschaftsweise umgestellt. Wachstum steht hier nicht am Programm - mit 18 ha ist heute nur mehr mit Spezialkulturen und Verarbeitung eine Familie zu ernähren. Hier sind es vor allem die 5 ha Apfelkulturen, die, verstreut rund ums Dorf gelegen, Jahr für Jahr so schön tragen, dass Franz es nicht übers Herz bringt, sie neu anzulegen.

Beim Besuch im August ging es noch sehr beschaulich zu, ab September aber sind Franz und Sandra schwer im Einsatz, nicht nur bei der Ernte der sondern auch beim Pressen von Trauben und Äpfeln.

Äpfel von Franz und Sandra Schifter sind im ADAMAH-Webshop regelmäßig erhältlich.
Mitte Oktober trafen einander ADAMAH-Karotten und Schifter-Äpfel - nun ist der Apfel-Karotten-Saft frisch eingetroffen.

 

Wo Fuchs und Gans einander Gute Nacht sagen

Für Radfahrer mit Kinderanhänger sind durchaus einige Herausforderungen zu meistern auf den steilen Wegen des Waldviertels - hoch über dem Thayatal liegt die beeindruckende Ruine Kollmitzberg und nicht weit davon (aber um Einiges höher) Kollmitzdörfl.

Am ehemaligen Gutshof, der seit 60 Jahren im Besitz von Familie Weber ist, fühlt man sich in alte Zeiten zurückversetzt: Die Hoffläche ist nicht fahrzeuggerecht versiegelt, hier darf Grün sprießen, wie es will - Hühnern und Besuchern gefällt´s. Eine Schar Zuchtgänse zieht unserer Tochter Clara schnatternd davon.

Womit wir beim Haupterwerbszweig sind: Die 25 bis 30 Zuchtgänse sorgen im Mai und Juni für jährlich 700 Mastgänse, die sich auf der großzügigen Portionsweide tummeln. Der Elektrozaun rundherum schützt die Tiere vor dem Fuchs. Ab September kommen noch 100 Enten dazu. Gefüttert wird unter anderem mit Erbsen, Hafer und Weizen von den 30 ha Acker, die von Susanne und Herbert Weber aus Überzeugung biologisch bewirtschaftet werden.

Zu Martini und Weihnachten liefern wir Gänse und Enten von Familie Weber mit dem Biohof ADAMAH Kistl aus.
Martini: Lieferung vom 7. bis 11. November 2011 -
Bestellschluss für Mo-Mi-Lieferungen am Fr., 4.11. 12 Uhr; für Do-Fr-Lieferungen Di., 8.11. 9 Uhr

 

 

Die Nudelquelle

Auch bei der dritten Station im Waldviertel konnten wir sofort spüren, dass unsere Lieferanten ihre  Überzeugungen leben und nicht bloß eine Marktlücke gefunden haben. Gabi und Willi Mann empfangen uns so herzlich, dass wir uns gleich wohl fühlen. Ganz zufällig gibt es für uns hungrige Radler Dinkelreis und Gemüse, weil Gabi „eh immer etwas mehr kocht“, obwohl die 3 Kinder nicht mehr alle im Haus sind.

1991, damals mit 2 Kleinkindern, stellte sich das junge Paar die Frage, wovon man auf einem kleinen Betrieb leben kann. Und gleichzeitig, wofür es sich zu leben lohnt. 
Die ursprüngliche Idee, mit Schweinemast zu beginnen, wurde deshalb verworfen. Nach der damaligen Umstellung auf die biologische Wirtschaftsweise folgten wesentlich schwierigere Anfangsjahre, als sich die Manns das vorgestellt hatten. Denn Vermarktungsstrukturen mussten erst mit anderen Biobauern gemeinsam aufgebaut und Vieles ausprobiert werden. Die Tierhaltung wurde aufgegeben. Für einen Demeterbetrieb ist es jedoch verpflichtend, den Betriebskreislauf über den Rinderdung zu schließen. Deshalb gibt es eine Kooparation mit einem Demeterbauern im Nachbarort, der Rinder hält. Somit steht wertvoller Dünger für die Äcker zur Verfügung.
Heute steht die eigene Verarbeitung im Vordergrund: Die 5 ha Dinkel, die am Betrieb angebaut werden, werden vollständig selbst verarbeitet – vor allem zu Teigwaren, aber auch zu Dinkelkaffee.


Gabi Mann zeigt die selbstgebaute Nudeltrocknung.

Der Dinkel wird im Spelz gelagert, in kleinen Chargen zur Entspelzung gebracht und direkt vor der Verarbeitung im Haus gemahlen. 50 kg Teig werden mit 2 Nudelmaschinen in Form gebracht und in 2 Kondensationstrockner ganz schonend getrocknet.
In einem der Verarbeitungsräume duftet es ganz überraschend - da wird doch tatsächlich in einem richtigen Kaffeeröster Dinkelkaffee hergestellt - für die eigene Vermarktung, aber auch für Sonnentor. Für diesen wichtigen Partner der Biobauern kultivieren die Manns 2 ha Apfelminze, der am Hof getrocknet wird.
Die Fruchtfolge wird durch Leinsamen, Linsen und vieles andere mehr vervollständigt.

Mehr als 20 Produkte finden Sie im ADAMAH-Webshop. Wir können sie wärmstens empfehlen, denn es sind Bioprodukte mit Biographie!

 

Für Radfahrer mit Kinderanhänger sind durchaus einige Herausforderungen zu meistern auf den steilen Wegen des Waldviertels - hoch über dem Thayatal liegt die beeindruckende Ruine Kollmitzberg und nicht weit davon (aber um Einiges höher) Kollmitzdörfl.

Am ehemaligen Gutshof, der seit 60 Jahren im Besitz von Familie Weber ist, fühlt man sich in alte Zeiten zurückversetzt: Die Hoffläche ist nicht fahrzeuggerecht versiegelt, hier darf Grün sprießen, wie es will - Hühnern und Besuchern gefällt´s. Eine Schar Zuchtgänse zieht unserer Tochter Clara schnatternd davon.

Womit wir beim Haupterwerbszweig sind: Die 25 bis 30 Zuchtgänse sorgen im Mai und Juni für jährlich 700 Mastgänse, die sich auf der großzügigen Portionsweide tummeln. Der Elektrozaun rundherum schützt die Tiere vor dem Fuchs. Ab September kommen noch 100 Enten dazu. Gefüttert wird unter anderem mit Erbsen, Hafer und Weizen von den 30 ha Acker, die von Susanne und Herbert Weber aus Überzeugung biologisch bewirtschaftet werden.

Zu Martini und Weihnachten liefern wir Gänse und Enten von Familie Weber mit dem Biohof ADAMAH Kistl aus.
Martini: Lieferung vom 7. bis 11. November 2011 -
Bestellschluss für Mo-Mi-Lieferungen am Fr., 4.11. 12 Uhr; für Do-Fr-Lieferungen Di., 8.11. 9 Uhr

 

Die Nudelquelle

Auch bei der dritten Station im Waldviertel konnten wir sofort spüren, dass unsere Lieferanten ihre  Überzeugungen leben und nicht bloß eine Marktlücke gefunden haben. Gabi und Willi Mann empfangen uns so herzlich, dass wir uns gleich wohl fühlen. Ganz zufällig gibt es für uns hungrige Radler Dinkelreis und Gemüse, weil Gabi „eh immer etwas mehr kocht“, obwohl die 3 Kinder nicht mehr alle im Haus sind.

1991, damals mit 2 Kleinkindern, stellte sich das junge Paar die Frage, wovon man auf einem kleinen Betrieb leben kann. Und gleichzeitig, wofür es sich zu leben lohnt. 
Die ursprüngliche Idee, mit Schweinemast zu beginnen, wurde deshalb verworfen. Nach der damaligen Umstellung auf die biologische Wirtschaftsweise folgten wesentlich schwierigere Anfangsjahre, als sich die Manns das vorgestellt hatten. Denn Vermarktungsstrukturen mussten erst mit anderen Biobauern gemeinsam aufgebaut und Vieles ausprobiert werden. Die Tierhaltung wurde aufgegeben. Für einen Demeterbetrieb ist es jedoch verpflichtend, den Betriebskreislauf über den Rinderdung zu schließen. Deshalb gibt es eine Kooparation mit einem Demeterbauern im Nachbarort, der Rinder hält. Somit steht wertvoller Dünger für die Äcker zur Verfügung.
Heute steht die eigene Verarbeitung im Vordergrund: Die 5 ha Dinkel, die am Betrieb angebaut werden, werden vollständig selbst verarbeitet – vor allem zu Teigwaren, aber auch zu Dinkelkaffee.


Gabi Mann zeigt die selbstgebaute Nudeltrocknung.

Der Dinkel wird im Spelz gelagert, in kleinen Chargen zur Entspelzung gebracht und direkt vor der Verarbeitung im Haus gemahlen. 50 kg Teig werden mit 2 Nudelmaschinen in Form gebracht und in 2 Kondensationstrockner ganz schonend getrocknet.
In einem der Verarbeitungsräume duftet es ganz überraschend - da wird doch tatsächlich in einem richtigen Kaffeeröster Dinkelkaffee hergestellt - für die eigene Vermarktung, aber auch für Sonnentor. Für diesen wichtigen Partner der Biobauern kultivieren die Manns 2 ha Apfelminze, der am Hof getrocknet wird.
Die Fruchtfolge wird durch Leinsamen, Linsen und vieles andere mehr vervollständigt.

Mehr als 20 Produkte finden Sie im ADAMAH-Webshop. Wir können sie wärmstens empfehlen, denn es sind Bioprodukte mit Biographie!


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Quelle: http://www.www.adamah.at/aktuelles/3-adamah-lieferanten-im-portrait.html

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