Erdäpfel - sind die in der Erde nicht eh vor Pestiziden geschützt?

Hier in den Dörfern des Marchfelds kennen wir das Geräusch der Gebläse, die ab Herbst keimhemmende Mittel in die Erdäpfellager einblasen.

Global 2000 klärt in einem Artikel auf, was das für Folgen hat. Und warum diese Mittel immer weniger abgewaschen werden können.

Wer glaubt, konventionelle Erdäpfel nur früh genug einkaufen zu müssen um den Pestiziden zu entgehen, hat dafür die Chance auf Herbizide, die zur Krautabtötung eingesetzt werden. Sie dienen der Reifebeschleunigung, dem Stoppen des Größenwachstums und dem Beseitigen des während der Ernte störenden Krauts.

Ein konventioneller Erdäpfelbauer aus dem Marchfeld: "Ich würde keine konventionellen Früherdäpfeln von anderen Bauern kaufen. Denn da weiß ich nicht, ob die Wartezeiten nach dem Totspritzen eingehalten wurden. Bei Reglone sind 10 Tage vorgeschrieben. In der Praxis ruft aber der Großhändler an und sagt er braucht die Heurigen in den nächsten Tagen - 10 Tage warten geht sich oft nicht aus."

Der Rest des heute oft kombiniert ausgebrachten Cocktails zur Krautabtötung liest sich auch appetitlich: Shark, Basta, Quickdown. Mahlzeit!

 

Und was machen wir am Biohof ADAMAH, damit die Erdäpfel nicht austreiben?

Technikfeindlich sind wir nicht: Eine ausgeklügelte Steuerungstechnik bläst zum richtigen Zeitpunkt kühle Außenluft ins Lager. Dadurch muss nicht energieaufwändig gekühlt werden.

Und trotzdem bekommen Sie bis weit ins Frühjahr gute Erdäpfel geliefert - garantiert pestizidfrei!